Triff Deinen Abgeordneten: Andreas Rimkus (SPD) und Thomas Jarzombek (CDU)

Hannah und Andreas Rimkus (SPD)

Andreas Rimkus (SPD) und Hannah

Hannah hat am 24. Mai für den Elternprotest Düsseldorf die Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus (SPD) und Thomas Jarzombek (CDU) an ihren Wahlkampfständen in Düsseldorf getroffen.

Auf dem Frankenplatz in Derendorf hat sie Andreas Rimkus beim Wahlkampffinale angetroffen und mit ihm über die Lage für Hebammen und Familien gesprochen. Als Vater von zwei fast erwachsenen Kindern ist ihm die Notwendigkeit einer flächendeckenden Hebammenbetreuung durchaus bewusst. Seiner Meinung nach ist die vorläufig gefundene Versicherungslösung bis zum Sommer 2016 ein erster Erfolg, um die nötige Zeit für längerfristige Perspektivenentwicklung zu haben. In der Zwischenzeit gilt es abzuwarten welche Einigung mit den Krankenkassen für eine gerechte Hebammenvergütung erzielt wird, die zum einen eine qualitativ hochwertige Betreuung garantiert und zum anderen nicht nur an die Anzahl der betreuten Geburten gekoppelt ist.

Thomas Jarzombek hat in Angermund für die CDU geworben und war ebenfalls bereit, sich über die zukünftige Hebammenversorgung zu unterhalten. Seiner Meinung nach ist es nötig einen Qualitätsschlüssel für die Hebammenbetreuung zu entwickeln, der unter anderem an die Anzahl der betreuten Geburten gekoppelt ist. Eine Betreuung von nur zehn oder zwölf Geburten im Jahr würde es demnach in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr geben. Jedoch soll es auch weiterhin möglich sein als Hebamme in Teilzeit zu arbeiten. Als frischgebackene Mutter hat Hannah ihm aus erster Hand geschildert, welche – auch emotionale – Bedeutung die Geburt eines Kindes für die Eltern hat und wie wichtig Selbstbestimmung unter der Geburt und die freie Wahl des Geburtsortes sind. Herr Jarzombek hat im Gespräch angedeutet, dass seine politischen Schwerpunkte bei anderen Themen liegen, daher freuen wir uns umso mehr, dass er sich die Zeit genommen hat und hoffen, dass er unsere Informationen in seine politische Entscheidungsfindung mit einfließen lässt.

Hintergrund: Die Elterninitiative Hebammenunterstützung ruft aktuell dazu auf, die Abgeordneten des Bundestages und der Landtage zu treffen und über die Sorgen der Eltern in Bezug auf die zukünftige Hebammenversorgung zu informieren.

Triff auch Du Deine/n Abgeordnete/n! Wir unterstützen Dich gerne!

Kontakt: ak.elternprotest.dus@gmail.com

Weitere Berichte von Treffen mit Abgeordneten auf www.hebammenunterstuetzung.de.

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2 Gedanken zu „Triff Deinen Abgeordneten: Andreas Rimkus (SPD) und Thomas Jarzombek (CDU)

  1. Die von Herrn Jarzombek angesprochenen Mindestzahlen bei Geburten halte ich für extrem gefährlich. Um gute Geburtshilfe zu leisten, braucht man vor allem Zeit. Die hat man nicht, wenn man im Monat 5 oder mehr Geburten betreuen muss. Und wie die bisherige Studienlage aufweist, gibt es kein Qualitätsproblem bei den Hebammen! Schade, dass hier einige MdBs wohl Stichworte aufgreifen und wiedergeben, ohne ein ausführliches Gespräch mit uns betroffenen Eltern dazu zu führen 😦 Dennoch erfreulich, dass die beiden Herren zum Thema angesprochen wurden 🙂 Vielen Dank, Hannah!!

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    • Wir sind ebenfalls nicht überzeugt von der Sinnhaftigkeit einer solchen Kopplung der Qualitätssicherung an eine bestimmte Mindestanzahl von Geburten. Wir haben darüber auch mit einer freiberuflichen Hebamme gesprochen und gemeinsam überschlagen, dass die Betreuung von 12 Geburten im Jahr zusammen mit anderen Hebammentätigkeiten (u. a. Kurse, Fortbildung, Organisatorisches) und acht Wochen Urlaub* auf knapp über 30 Wochenstunden Arbeitspensum kommt (von denen ein Drittel unbezahlt bleibt). Diese Wochenarbeitszeit, die sich ja auch auf Wochenenden und Nächte erstreckt, entspricht einer normalen Teilzeitstelle. Würden die geforderten Qualitätskriterien greifen, wäre es keiner geburtshilflich tätigen Hebamme mehr möglich, ihre Arbeitsstunden zu reduzieren. Da aber auch Hebammen oft Mütter sind, die Zeit für ihre Familien brauchen, ist das eine nicht hinzunehmende Einschränkung, die letztlich zur Folge hat, dass noch mehr Hebammen aus der Geburtshilfe aussteigen.

      *) Diese Urlaubszeit ist üblich, da es für die Hebammen finanziell von Vorteil ist, für drei Monate im Jahr aus dem geburtshilflichen teuren Versicherungstarif auszusteigen.

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