Gleichstellungsministerkonferenz – Unser Thema gehört auf die Agenda!

Briefe Gleichstellungskonferenz Kopie

Wir veröffentlichen hier einen Aufruf von Bianca Kasting, Aktivistin im Eltern-/Hebammenprotest:
(Der Aufruf wurde ursprünglich in der Facebookgruppe „Hebammenunterstützung“ gepostet.)

Liebe Supermums und Superdads (auch in Spe)!

Es gibt wieder konkret etwas zu tun:

Die GLEICHSTELLUNGSMINISTERKONFERENZ tagt und wir haben die Gelegenheit jeden einzelnen der 16 Minister/ jede einzelne der Ministerinnen persönlich anzuschreiben und darauf hinzuweisen, dass die Geburtshilfesituation auf die Agenda gehört. Denn es geht um Rechte wie Wahlfreiheit, um das Recht auf eine 1:1-Betreuung, um die Würde unserer Geburten!
Schaut Frau genau hin, geht es auch um die Würde der Hebammen, die wahnsinnig viel Verantwortung tragen, dafür aber einen Hungerlohn verdienen.
Ich werde einen Brief aufsetzen und ihn an alle 16 Politikerinnen schicken.
Ein erster Schritt wäre, wenn jede/r Leser
in die zuständige Landesministerin / den zuständigen Landesminister anschreibt und auf die Situation im eigenen Bundesland hinweist. Der Vorsitzende der Konferenz (Hr. Grüner) freut sich natürlich besonders über Post!

Die Anschriften findet ihr im Link weiter unten.

Uns bleibt nicht viel Zeit!

Die Hauptkonferenz findet am 1./2. Oktober 2014 in Wiesbaden statt.

P.S.: Sorry für die unschönen, aber notwendigen politisch korrekten Formulierungen. Ja, Gleichstellung tut weh, ist anstrengend und braucht Platz. Und jetzt ran an die Briefe!

Link: http://www.gleichstellungsministerkonferenz.de/Mitglieder.html

 

Hier der Brief, den Bianca Kasting an die Minister*innen abgeschickt hat:

Dieser Brief geht heute (12.9.) an alle Länderminister*innen, die am 1./2.10. in Wiesbaden auf der Gleichstellungskonferenz tagen werden. Es sind also alle über die Zustände in Schleswig-Holstein informiert und die verantwortlichen Politiker*innen können im Nachhinein nicht behaupten, sie wüssten nicht, dass der Geburtshilfe-Baum brennt!
Frau Schwesig ist ein sogenannter „ständiger Gast“ auf der Konferenz. Deshalb wird auch sie einen Brief erhalten.

Sehr geehrte Bundesministerin Schwesig,
mit großer Sorge schaue ich als Mutter und Hebammenprotest-Aktivistin auf die aktuelle politische Ruhe, die über dem Hebammen-Thema liegt.
Herr Gröhe hat mit seinen Maßnahmen in keiner Weise zur Entspannung der Lage beigetragen und lässt uns Mütter und Familien im Stich.
Ein Blick nach Schleswig-Holstein lässt erahnen, was bald für ganz Deutschland gelten wird:
• Geburten auf der Autobahn,
• 80km weite Anfahrtswege zur nächsten Geburtenstation,
• Notarzt statt Hebamme,
• überfüllte Kliniken,
• damit einhergehend: schlechte Betreuung in den Kliniken
• unnötige Kaiserschnitte und traumatisierende Geburtserfahrungen
Schwangere und Gebärende werden GLEICHGESTELLT mit Patienten. Eine fragwürdige Art der Gleichstellung. Ein Patient braucht medizinische Hilfe. Eine Gebärende braucht Ruhe und eine würdevolle Umgebung, zu der u.a. eine 1:1-Betreuung gehört.
Bei ebay ersteigern inzwischen die wohlhabenden Schwangeren ihre 1:1-Betreuung während der Schwangerschaft. 3,2,1, meins. Wo die Politik versagt, reguliert die Marktwirtschaft. Eine würdevolle und SICHERE Geburt nur noch für Frauen der Mittelschicht? Was für Bildung gilt, lässt sich nun auch auf die Geburtshilfe übertragen. Die Schere zwischen Arm und Reich (an Würde) ist groß.
Sie wurden damit beauftragt, für Gleichstellung zu sorgen, uns Frauen in wichtigen Themen den Rücken zu stärken, indem Sie Missstände aufdecken, Lösungen erarbeiten und Weitsicht beweisen. Dieser Brief verweist auf einen Missstand, über den Sie längst Bescheid wissen. Deshalb fordere ich Sie hiermit erneut auf, den Hebammen-Notstand, die Schließung zahlreicher Geburtsstationen und die immer noch brisante Haftpflichtsituation zum Gegenstand der Konferenz zu machen.
Politik beginnt mit Zuhören. Ich rufe Ihnen laut zu:
Wir Frauen brauchen eine würdevolle Geburt, damit wir in Ruhe gebären können. Ruhe für Mutter und Kind, kompetente Betreuung in einem 1:1-Verhältnis sind doch keine Luxusgüter, sondern sollten selbstverständlich sein in einem Land, das zu den reichsten Ländern der Welt gehört. Sie entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird. Wer am Anfang spart, wird am Ende enttäuscht.
Enttäuscht bin ich vom Gesundheitsministerium. Auf Ihren Schultern lastet eine große Verantwortung.
Mit betroffenen Grüßen

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