Filmgespräch: Wie steht es um Geburtskultur und Hebammensituation in Düsseldorf

Einsame Geburt Hebammen Düsseldorf

Gemeinsam mit der Hebammenzentrale und dem Geburtshaus Düsseldorf laden wir Dich herzlich zur Düsseldorfpremiere von Nadine Peschels Film „Einsame Geburt – Hebammen in Not“ ein. Anschließend diskutieren wir mit Hebammen, Müttern und dem Publikum über Geburtskultur und die aktuelle Versorgungssituation von Schwangeren und frischgebackenen Eltern in Düsseldorf.

Wann: Sonntag, 6. März – 15 bis 17 Uhr
Wo: Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47

Die Teilnahme ist kostenlos!

Folge der Veranstaltung auf Facebook: Filmgespräch „Einsame Geburt – Hebammen in Not“

Komm auch zum March of Roses, um 12 Uhr auf dem Burgplatz! Weil jede Frau unter der Geburt eine würdevolle Behandlung verdient.

 

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27. September: Film Hebammen in Not in Köln

Die Mother Hood-Gruppe Köln hat eine Vorführung des Films „Einsame Geburt – Hebammen in Not“ mit Podiumsdiskussion organisiert.

Der Film von Nadine Peschel begibt sich auf die Suche nach Antworten auf die Fragen, ob der Hebammenberuf eine Zukunft hat, wer die Schuld an der augenblicklichen Misere in der Geburtshilfe trägt und welche Lösungsvorschläge die verschiedenen Akteure aus Politik, Versicherungswirtschaft und den Verbänden haben.

Wann: Sonntag, 27.9.2015 um 14 Uhr

Wo: Odeon Kino Köln, Severinstr. 81

Eintritt: 7,50 Euro

Die anschließende Podiumsdiskussion (gegen 15:15 Uhr bis 16 Uhr) ist hochkarätig besetzt: zwei KinderärztInnen, eine Oberärztin des Klinikums Holweide, eine Lokalpolitikerin, eine Elternvertreterin und NATÜRLICH Kölner Hebammen!

(Trailer Veröffentlicht am 22.04.2015, Copyright 2015 bei PARPAR Production)

Tipp: Kölner Geburtstag zeigt Microbirth am 5. September 2015

KölnerGeburtsTag

Was hat die Zukunft der Menschheit mit den Geburten von heute zu tun?
Initiative Kölner GeburtsTag zeigt Dokumentation „Microbirth“ mit Podiumsdiskussion

Köln, August 2015 – Am 5. September lädt die Initiative Kölner GeburtsTag um 19 Uhr ins Seminarhaus „Tante Astrid“ zu der Dokumentation „Microbirth“ ein. In dem Film erläutern Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Bedeutung der natürlichen Geburt für ein gesundes Immunsystem des Menschen, welches der Entwicklung bestimmter Immunerkrankungen, wie etwa Asthma, Diabetes Typ 1, Fettleibigkeit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken kann.
Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion zu der Frage „Was hat die Zukunft der Menschheit mit den Geburten von heute zu tun?“ statt.
Die Journalistin Anke Bruns, bekannt aus der WDR-Lokalzeit Köln, wird die Diskussion moderieren. Für die Podiumsrunde haben unter anderem Gynäkologen, Hebammen und Elternvertreter sowie Lokalpolitiker zugesagt.
Veranstaltungsort: 5. September, 19 Uhr, Seminarhaus „Tante Astrid“, Aachener Str. 48 in Köln. www.tante-astrid.de. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Infos zum Film
Der Film „Microbirth“ betrachtet die Geburt auf eine neue Weise: durch das Objektiv eines Mikroskops. Wie wir gebären hat sich in den letzten 30 Jahren stark verändert. Anhand von Aussagen namhafter Wissenschaftler aus Großbritannien und Nordamerika untersuchen die Filmemacher, wie sich moderne Geburtspraktiken, wie zum Beispiel der Kaiserschnitt, auf das Leben und die Zukunft der Menschen auswirken.
„Microbirth” ist eine unabhängige Produktion von Alto Films Ltd. Der Film wurde produziert von britischen Filmemachern, Toni Harman und Alex Wakeford. Ihr vorheriger Film „Freiheit für die Geburt” erlebte seine Premiere 2012 in über 1.100 öffentlichen Vorführungen in 50 Ländern.

www.microbirth.com

Infos zur Podiumsdiskussion
Für die anschließende Podiumsrunde haben folgende Personen zugesagt:
Dr. Katharina Hartmann, Vertreterin „Human Rigths In Childbirth“ für Deutschland
Prof. Dr. Sabine Dörpinghaus, Hebamme, Krankenschwester und Doktorin der Pflegewissenschaft
Dr. med. Markus M. Valter, geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik Gynäkologie und Geburtshilfe Köln
Dr. Michael Paetzold, Hausarzt und stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses der Stadt Köln (SPD)
Prof. Dr. Werner Neuhaus, Chefarzt der Geburtshilfe Köln Holweide
Frau Müller-Markfort, Hausgeburtshebamme, Präsidentin Deutscher Fachverband für Hausgeburtshilfe (DFH)
Antje Stulz, Vertreterin „Doulas in Deutschland e.V.“
Katharina Desery, Vertreterin „Mother Hood – Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr“, Regionalgruppe Köln/NRW

Über den Kölner Geburtstag
Drei kreative Frauen mit zusammen zehn Kindern haben 2010 ehrenamtlich eine Initiative rund um Schwangerschaft und Geburt ins Leben gerufen. Sie veranstalten den Kölner GeburtsTag, der einmal im Jahr stattfindet. Sie haben den Tag gegründet, um den Erhalt einer individuellen Geburtshilfe und einer positiven Geburtserfahrung zu fördern. Den Veranstalterinnen liegen die Humanisierung der Geburtshilfe und die Förderung der Hebammenarbeit am Herzen. Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach sind bedeutsame Lebensabschnitte für eine Frau, ihren Partner und das Kind. Die Familie wird sich ihr Leben lang daran zurück erinnern.
Zum „Kölner GeburtsTag 2015“ wird der Film Microbirth gezeigt, mit anschließender Podiumsdiskussion mit Blick auf die aktuellen, höchstproblematischen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Schwangerschaft und Geburt.
Kölner Geburtstag im Netz: http://www.koelner-geburts-tag.de

Kasting kommentiert: Frau Merkel lässt Familien im Stich

Bianca Kasting lässt ihre Tochter ein paar Worte an Frau Merkel richten, die Deutschlands Familien ihr Wort gab und keine Handlungen folgen ließ. Familien stehen jetzt schon vielerorts ohne Hebammen da, die Geburtshilfe steht vor dem Kollaps.

Dokumentarfilm: Einsame Geburt – Hebammen in Not

„Einsame Geburt – Hebammen in Not“ ist ein Crowdfunding-Projekt der Regisseurin Nadine Peschel. Innerhalb von nur vier Wochen ist genügend Geld für die Realisierung zusammen gekommen! Nun ist der Trailer online – über die Filmpremiere und wo Ihr Euch die Doku anschauen könnt, informieren wir, sobald wir mehr wissen.

(EDIT: Die Kinotermine findet Ihr unter: www.hebammeninnot.de)

Im Blog zum Film heißt es:

Der Film begibt sich auf die Suche nach Antworten: Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag von Hebammen derzeit? Hat der Beruf noch eine Zukunft? Wer oder was ist schuld für die Misere? Welche FOLGEN und LÖSUNGSVORSCHLÄGE gibt es für das Problem?
Um ein allumfassendes Bild zu bekommen, lassen wir verschiedene Seiten zu Wort kommen: Einerseits Eltern, Hebammen (z. B. vom Geburtshaus Charlottenburg), Ärzte (z. B. Dr. med. Wolf Lütje vom Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus) und Bürgerinitiativen, andererseits Verbände (z. B. Martina Klenk vom Deutschen Hebammenverband), Politiker (z. B. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe), Versicherer (z.B. GDV) und Krankenkassen (z. B. GKV-Spitzenverband) sowie Juristen (z. B. Dr. Ann-Kathrin Hirschmüller).

Der Film bettet das Problem also in den gesellschaftlichen Rahmen ein. Und er prüft, ob und wie das Problem in anderen europäischen Ländern aussieht und ggf. gelöst wird.

Weitere Informationen findet ihr unter hebammeninnot.de – dort werden unter anderem auch die Protagonisten/Interviewpartner vorgestellt. Schaut einfach mal vorbei.
Auf Facebook gibts Infos auf der Filmseite: https://www.facebook.com/HebammenInNot

(Trailer Veröffentlicht am 22.04.2015, Copyright 2015 bei PARPAR Production)

TV-Tipp: „Meine Narbe“ am 22. April auf 3sat

Demnächst für alle im TV:
Der österreichische Dokumentarfilm „Meine Narbe – ein Schnitt in die Welt“

Mittwoch, 22.04.2015 – 20:15 – 21:05  auf 3sat

Link: Ankündigung im ARD-Programm

Weitere Infos zum Film in unserem Beitrag Filmpremiere: “Meine Narbe” in Köln

Nachtrag:

Filmpremiere: „Meine Narbe“ in Köln

Am Montag, 23. März 2015, um 15 Uhr lädt der Fachbereich Gesundheitswesen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln zur Deutschlandpremiere des österreichischen Dokumentarfilms „Meine Narbe“ ein.

Die Regisseurinnen Mirjam Unger und Judith Raunig möchten mit ihrem Film Frauen eine Stimme geben, die einen Kaiserschnitt hatten und die diese Art der Geburt als Trauma erlebt haben.

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Kaiserschnittrate von 15 Prozent empfiehlt, kamen in Deutschland im Jahr 2012 31,7 Prozent aller Kinder durch diesen operativen Eingriff zur Welt.

Judith Raunig wird vorab eine Einführung geben und im Anschluss an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

Einladung der Katholischen Hochschule (PDF)


(Update 11.03.2015)
Pressemitteilung zur Veranstaltung:

KatHO NRW zeigt erstmals Dokumentarfilm über Kaiserschnitt-Traumata (06.03.2015, KatHO NRW)

Jedes dritte Baby in Deutschland wird durch einen Kaiserschnitt zur Welt gebracht, Tendenz steigend. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe. Den Eingriff erleben die Mütter häufig als Trauma, das sie nur schwer verarbeiten können. Ein Tabu-Thema, das der Film „Meine Narbe“ ansprechen möchte. In sehr persönlichen Interviews schildern die Mütter ihr körperliches und seelisches Empfinden und erzählen von den Folgen der Geburt, die sie als traumatisierend erlebt haben.

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen zeigt den Dokumentarfilm erstmals in Deutschland und lädt im Anschluss zu einer Podiumsdiskussion mit Hebammen, Ärzten und Betroffenen ein:

Montag, 23. März 2015
15 Uhr
Audimax
Katholische Hochschule NRW
Wörthstr. 10, 50668 Köln

Die Idee zum Film hatte Judith Raunig, eine Klinische- und Gesundheitspsychologin aus Österreich, die in ihrer Praxis zunehmend Frauen betreut, die unter psychischen Belastungen einer Kaiserschnitt-Geburt leiden. In ihrer Arbeit habe sie immer wieder teils sehr schockierende Erzählungen gehört: „Frauen berichteten davon, überrumpelt und zum Kaiserschnitt gedrängt worden zu sein, von Androhungen schwerer Folgen für das Kind oder von eigenen Todesängsten“, so Raunig. „Irgendwann war für mich die Diskrepanz zwischen der Art, wie ein Kaiserschnitt in der Öffentlichkeit verkauft wird, nämlich als eine einfache, moderne, sichere und schmerzlose Art der Geburt, und der Wahrnehmung etlicher Frauen so absurd, dass ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, diese Sicht des Kaiserschnitts, die Sicht der Betroffenen, der Öffentlichkeit näher zu bringen.“ Mit dem Film will Raunig die Schattenseiten des Kaiserschnitts zeigen, wachrütteln und den Sprachlosen Mut machen, wie sie es formuliert. Mindestens ein Drittel der Frauen, schätzt die Psychologin, erleben den Kaiserschnitt als unzufrieden, belastend oder traumatisierend, und bezieht sich dabei auf eine Studie vom „Wiener Programm für Frauengesundheit“. In Deutschland wären das demnach rund 62.000 Frauen, die betroffen sein könnten, folgert Judith Raunig.

Professorin Dr. Sabine Dörpinghaus leitet den neuen Studiengang Hebammenkunde an der KatHO NRW und hat die Österreicherin eingeladen, den Film erstmals auch in Deutschland zu zeigen. Mit der Veranstaltung will die Hebammen-Professorin zum einen die derzeitigen Entwicklungen im Gesundheitssektor – hier im speziellen Fall die steigenden Kaiserschnittquoten – gesellschaftskritisch beleuchten, zum anderen die Perspektive der Betroffenen in den Blick nehmen. „Frauen befinden sich in der Geburtsphase in einer existentiell sehr bedeutsamen Situation. Aber ihre Perspektive gerät zugunsten einer analytisch-zergliedernden Betrachtungsweise häufig aus dem Blick“, sagt Professorin Dörpinghaus und kritisiert damit, dass eine einseitige Orientierung an Merkmalen, wie zum Beispiel der Muttermundsweite, vor dem ergreifenden und leiblich spürbarem Erleben und damit vor dem „Betroffen-sein“ der Frau selber stünden, wo durch „das Auge und die Beurteilung des Anderen“ (Fremdblick) Traumatisierungen auftreten können.

Obwohl mittel- und langfristige Effekte, wie die psychische Gesundheit der Frau, aber auch Probleme bei Neugeborenen bekannt seien, würde die Schwelle zur so genannten Schnittentbindung weiter gesenkt. „Die Gründe sind komplex“, sagt Dörpinghaus. „Medizinische Gründe, wie das Alter der Frauen, Mehrlingsschwangerschaften oder Kinder über 4.500g, aber auch organisatorische, finanzielle und haftungsrechtliche Gründe sind relevant.“

Dass Frauen, die einen Kaiserschnitt als traumatisch erlebt haben, bei der Verarbeitung ihrer Gefühle unterstützt werden, stelle eine Ausnahme dar. „Im Gesundheitssystem stehen Fragen im Vordergrund wie ‚Wie sieht die Wunde aus?‘ ‚Klappt das Stillen?‘ ‚Hat die Frau Temperatur?‘“, sagt Dörpinghaus. „Hebammen betreuen Frauen nach der Geburt in ihrem häuslichen Umfeld und natürlich bekommen sie hier mit, was mit den Frauen ist. Dass sie beispielsweise eine Schnittentbindung als Unzulänglichkeit ihrer Selbst, ihres Frauseins erleben können.“

Mit dem Hebammen-Studiengang will die KatHO NRW die Planungs- und Reflexionsfähigkeiten der Hebammen fördern, damit sie die hochkomplexe klinische und beraterische Betreuungssituationen in den Bereichen Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Überleitung vom Wochenbett in die Phase der Familiarität in angemessener Weise bewältigen können.

Ausschnitte zum Film finden Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=QXrTmub4Xqs
https://www.youtube.com/watch?v=u8B9jDJBDbs

Weitere Informationen: Prof. Dr. Sabine Dörpinghaus, s.doerpinghaus(at)katho-nrw.de, Tel. 0221/7757-340

Redaktion: Julia Uehren, presse(at)katho-nrw.de


Weitere Infos zum Film: http://www.geyrhalterfilm.com/meine_narbe

Lest auch hier:
Roses Revolution – Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe

Netzrunde: Geburtshilfe in Deutschland

Netzrunde Elternprotest

  • Blog-Leseempfehlung:
    „Blutige Entlassung“ ins Wochenbett – Von guten Eltern
    „Es ist mehr als absurd, dass Mütter immer früher nach Hause entlassen werden, während parallel die häusliche Versorgung mehr und mehr bröckelt.“
    http://www.zockt.com/vonguteneltern/?p=3510

TV-Tipp: Der zweite Teil von „Hebamme am Limit“ jetzt in der ARD Mediathek

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p class=“mtm _5pco“>Ein Jahr lang hat das Filmteam Hebamme Anja Lehnertz begleitet. Sie war die letzte übrig gebliebene Beleg- und Hausgeburtshebamme in der gesamten Umgebung von Trier. Mittlerweile hat auch sie die Geburtshilfe aufgegeben.

Edit im Dez. 2016 – jetzt auch auf Youtube:

[Beitrag steht in der Mediathek nicht mehr zur Verfügung]

Jeden Tag diese Frage “ Wie geht es Dir ohne die Geburtshilfe?“ und dann die Selbstbeantwortung: „Jetzt hast du doch viel mehr Zeit für Dich!“

Ich muss das mal hier ganz klar sagen – Mir geht es damit ganz beschissen.

Gerade die letzten Tage zeigen es wieder. Eine Mama erwartet ihr 4. Kind. Die letzten 3 Geburten wurden von einer Beleghebamme begleitet. Sie sagte:“Jetzt hab ich beim 4. Kind mehr Angst als beim 1., weil ich nicht weiß wer mich begleitet unter der Geburt.“

Oder gestern. Eine Mama mit richtig guten Wehen (sowas hört man am Telefon) ruft an und bittet mich zu kommen. Ich sagte:“Fahr in die Klinik du hast gute Wehen, dein Baby kommt:“ Sie weinte bitterlich los und flehte ob ich nicht doch kommen könne. Ich fuhr in die Klinik weil es mir mein Herz zerrissen hat. Ich mußte nach 30 min gehen da ich selber sonst in Konflikte gekommen wäre. Mir blieb nichts als ihr Tipps zu geben. Eine Stunde später war das Baby da.

Wenn mich dann noch mal einer fragt wie es mir geht der hat nie begriffen was mein Job mir bedeutet hat.

Und wenn mir dann ein Berufsverband antwortet diese tolle Internetseite mit irgendeinem Gesicht posten oder eine Unterversorgung melden, soll etwas verändern frag ich mich: „Was genau?“
Wo ist der Biss, den wir Hebammen eigentlich habe müssen um uns gegen manche Medinziener zu behaupten, wenn es um unseren Berufsstand geht.
Wo sind evidenzbasierte Zahlen die für unsere Arbeit sprechen? Ich kenne sie fast alle aber kennt die auch die Bevölkerung?
Emotionalität bringt uns leider in der Politik nicht weiter oder in der Verhandlung mit Versicherungen. Also verdammt nochmal kämpft!

Wo ist die Politik? Ist doch alles ein Plan? Wegfall der Hebammen? Zentralisierung der Krankenhäuser? Herr Gröhe dann sagen sie es doch einfach grade raus – Deutschland braucht keine Hebammen mehr. Damit käme ich eher klar als mit dieser Verschleierungstaktik.

Ich bin grade unendlich wütend was mit uns Frauen gemacht wird. Wir werden durch den Wegfall von Hebammenhilfe in unserem Frausein beschnitten Welche Auswirkungen das auf die Frauen, Väter, Familien hat und somit auf die ganze Gesellschaft kann uns heute wohl keiner beantworten.

(Quelle: Anja Lehnertz am 7.2.2015 auf Facebook)

Hier entlang zu Teil 1 der Doku: Hebamme am Limit Teil 1

TV-Tipp: Hebamme am Limit in der SWR-Mediathek

Die SWR-Reportage „Hebamme am Limit“ begleitet Anja Lehnertz, die letzte geburtshilflich tätige, freie Hebamme im Raum Trier. Auch sie wird zum Ende des Jahres aus der Geburtshilfe aussteigen, um überhaupt noch wirtschaftlich arbeiten zu können.

Eine Hebamme sagte uns über diesen Film „Besser kann frau nicht beschreiben, wie wir arbeiten und was in unseren Herzen vor sich geht…“

Edit im Dezember 2016: Jetzt auch auf Youtube

[Beitrag steht in der Mediathek nicht mehr zur Verfügung]