5. Mai – Düsseldorf: Demo am Welthebammentag

„Es reicht!“ sagen die Hebammen – auch uns Eltern reicht es schon lange!

Am 5. Mai ruft der Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen e.V. zur Demo in Düsseldorf auf. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Hebammen, Mütter und Familien: Partnerschaft fürs Leben!“. Am Welthebammentag wollen wir Eltern die Hebammen in ihrer Forderung nach würdevollen (Arbeits-) Bedingungen während der Geburten unserer Kinder unterstützen und gemeinsam mit ihnen auf die Straße gehen.

Los geht es ab 11 Uhr auf dem Burgplatz (Demo + Kundgebung von 11.30 Uhr bis 13 Uhr)

Alle weiteren Infos zur Veranstaltung findet Ihr auf www.hebammen-nrw.de.

Packt eure Kinder ein und kommt zum Burgplatz! Gemeinsam für eine #sichereGeburt!

Petitionen jetzt unterstützen: Elternprotest in Bremen und Sankt Augustin

Druck

Ein kurzer Hinweis zu zwei aktuellen Petitionen zur Geburtshilfe:

Landespetition Bremen – Sicherung der geburtshilflichen Versorgung

Eingereicht von der Bremer Mother Hood-Landeskoordinatorin fordert diese Petition die Bremer Bürgerschaft u. a. auf, die Hebammenversorgung der Schwangeren und Mütter zu verbessern (die Nachfrage bei Wochenbettbetreuung, Geburtsvorbereitung, Rückbildung kann zur Zeit nicht abgedeckt werden) und verbindliche Regelungen zur Senkung der Kaiserschnittrate von 30,5 Prozent (!) zu treffen. Diese Petition könnt ihr noch bis zum 27. Dezember unterstützen – auch wenn ihr nicht in Bremen wohnt! (Ganz unkompliziert und ohne Anmeldung.)

Change.org: Verhindern Sie die Schließung der Geburts- und Neugeborenenstation in Sankt Augustin!

Wer es sich auf der Karte von Akte NRW – Das Sterben der Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen anschaut, sieht schnell, dass die Geburtsstationen rechtsrheinisch um Sankt Augustin dünn gesät sind. „Würde die Schließung durchgesetzt, könnten im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis demnächst nur noch nur noch in den Krankenhäusern in Troisdorf, Sieglar und Bad Honnef Kinder zur Welt kommen. Für werdende Eltern in der Region eine dramatische Entwicklung, denn im Notfall sind die Entfernungen zur nächsten Entbindungsstation entscheidend!“

Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums zur aktuellen Situation der Hebammen

Vor der Anhörung von Michaela Skott im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages (Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1) schrieben wir die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel an, um sie auf die Anhörung und unsere Einschätzung der Situation aufmerksam zu machen. Nun erhielten wir ihre Antwort mit einer Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums (BGM) zur aktuellen Lage. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Pantel dürfen wir den Schriftwechsel hier veröffentlichen.

Nachricht von Mother Hood e.V. Düsseldorf vom 11. Juni 2016:

Sehr geehrte Frau Pantel,

unser letztes Treffen im November 2015 ist eine Weile her. Seitdem hat sich die Situation für uns Eltern in Deutschland wesentlich verschlechtert. Weiterhin werden Geburtsstationen geschlossen (im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden zuletzt Geburtsstationen in Wuppertal und Solingen geschlossen, erst letztes Wochenende wurden in Hannover beide Level-1-Geburtskliniken wegen Personalmangels vorübergehend geschlossen), Kaiserschnitt- und Interventionsraten sind viel zu hoch – nicht zuletzt wegen zu schlechter Betreuungslage – und Hebammen geben ihren Beruf auf.

Seit 2014 sammeln wir als Elternprotest bundesweit in vielen Aktionen nun Unterschriften für die Petition 51168: Gesundheitsfachberufe – Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 vom 25.03.2014 (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_03/_25/Petition_51168.nc.html).

Hierin wird u.a. die Forderung einer 1:1 Betreuung während der Geburt gestellt. Zurzeit sind Betreuungsschlüssel von 1:5 keine Seltenheit, immer häufiger werden Frauen unter Wehen wegen Personalmangels von Geburtskliniken abgelehnt und an andere Häuser verwiesen. Wir sehen die Politik in der Verantwortung, (gesetzliche und wirtschaftliche) Anreize zu schaffen, damit der Beruf der Hebamme wieder gestärkt wird.

Nun wird die Petition endlich am 20.6.2016 im Petitionsausschuss behandelt. Wir bitten Sie inständig darum, Ihre Kolleginnen und Kollegen vom Petitionsausschuss auf die Dringlichkeit und die Notwendigkeit dieser Petition aufmerksam zu machen. Unterstützen Sie uns Eltern: für uns und die kommenden Generationen müssen wir für eine Verbesserung der Geburtskultur in Deutschland eintreten!

Mit freundlichen Grüßen

Mother Hood e.V. Düsseldorf


Antwortschreiben von MdB Sylvia Pantel vom 1. September 2016:

Liebe Frau D.,

seit meiner Wahl in den Bundestag begleite ich die wichtigen Anliegen der freiberuflichen Hebammen. Ich habe großes Verständnis für die Besorgnis in Bezug auf die freie Wahl des Geburtsortes und eine gute und flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe in Schwanger- und Mutterschaft. Die Problematik wurde bei der Anhörung im Petitionsausschuss am 20.06.2016 erneut angesprochen. Die Anhörung ist unter http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw25-pa-petition-hebammen/428582 als Video dokumentiert.

Mit Bezug auf Ihre Email habe ich beim Bundesgesundheitsministerium noch einmal zur aktuellen Situation nachgefragt, die Antwort ist leider erst jetzt eingetroffen.

Das BMG hat mir mitgeteilt, dass der Gruppenversicherungsvertrag des Deutschen Hebammenverbands mit dem Versicherungskonsortium um die Versicherungskammer Bayern im Juli bis Mitte 2018 verlängert wurde. Das gewährleistet für die freiberuflichen Hebammen seit Jahren erstmals wieder eine mehrjährige Absicherung. Die mit dieser Vertragsverlängerung verbundenen Prämienerhöhungen von durchschnittlich 10 Prozent jährlich liegen deutlich unter den Erhöhungen der letzten Jahre.

Aufgrund der weiteren Maßnahmen zur Hebammenvergütung hat sich die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe erbringen, deutlich entspannt. Der im Juli 2015 in Kraft getretene Verzicht auf Regressforderungen der Kranken- und Pflegeversicherung kann einen Beitrag zur Stabilisierung der Versicherungsprämien leisten. Durch die faktische Begrenzung der Höchstschäden entsteht zudem eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage für die Versicherungswirtschaft, das ist eine Voraussetzung zur Belebung des Versicherungsmarktes. Derzeit prüfen die betroffenen Versicherungsunternehmen im Einzelfall, ob die angemeldeten Regressforderungen der Kranken- und Pflegekassen gegenüber freiberuflichen Hebammen aufgrund des gesetzlichen Regeressausschlusses zurückgewiesen werden können. Um die Wirksamkeit des Regressausschlusses zu unterstützen, plant das BMG, die Thematik mit der Kassenseite auf Fachebene kurzfristig noch einmal zu erörtern.

Die Sicherstellung der stationären Versorgung im Rahmen der Krankenhausplanung ist grundsätzlich in der Verantwortung der Länder. Sie gewährleisten die Versorgungsangebote unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Versorgungsbedarfs in den einzelnen Regionen in angemessener Weise. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2014 in Deutschland 399 Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Fachabteilung vorhanden gegenüber 430 Krankenhäusern mit einer Geburtshilfestation in 2012. Die geringere Zahl kann neben Schließungen auch auf Fusionen beruhen. Die „Landkarte der Unterversorgung“ bzw. der ambulanten Versorgung mit Hebammenleistungen wird als Möglichkeit bewertet, Informationen zu sammeln und publik zu machen, ob es im näheren Umfeld für konkret angefragte Hebammenleistungen auch tatsächlich eine Versorgungsmöglichkeit gibt. Um verlässliche Informationen darüber zu geben, ob eine Unterversorgung besteht, bedarf es zusätzlicher Informationen, die eine auf freiwilliger Basis geführte und damit auf Einzelmeldungen beruhende Landkarte nicht liefern kann.

Aus Sicht des BMG tragen die Maßnahmen wesentlich dazu bei, die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen zu verbessern und ihnen Sicherheit in Bezug auf einen finanzierbaren Haftpflichtversicherungsschutz zu geben. Nach den vom GKV-Spitzenverband veröffentlichten Hebammenzahlen wird für 2015 erstmalig wieder ein Anstieg verzeichnet. Ich hoffe und bin deshalb zuversichtlich, dass sich die Lage perspektivisch entspannen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Pantel, MdB

Düsseldorfer Mother Hood Stammtisch am 30. Mai

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Die Mother Hood-Gruppe Düsseldorf und Umgebung trifft sich nächste Woche wieder zum Stammtisch. Wenn Ihr Euch informieren oder mit uns engagieren wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Ihr müsst dazu nicht Mitglied von Mother Hood e.V. sein.

Wann und wo:

Montag, 30.5.2016, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung) – dann können wir besser planen.


Themen:

Wir tauschen uns über die politische Lage und Neuigkeiten zur Versorgung von Familien während Schwangerschaft, Geburt und dem 1. Lebensjahr aus und schauen, wie wir uns in bundesweite Projekte des Vereins einbringen können.

Themenwünsche oder Fragen: Schreibt uns gerne an ak.elternprotest.dus@gmail.com


Weitere Infos über Mother Hood e.V. und unsere Arbeit findet Ihr unter www.mother-hood.de

Elternprotest-Stammtisch im April

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Die Regionalgruppe Düsseldorf und Umgebung von Mother Hood e.V. trifft sich einmal im Monat zum Stammtisch. Dabei tauschen wir uns über die politische Lage und Neuigkeiten zur Versorgung von Familien während Schwangerschaft, Geburt und dem 1. Lebensjahr aus. Wir planen Aktionen und schauen, wie wir uns in bundesweite Projekte des Vereins einbringen können. Wenn Ihr Euch mit uns engagieren wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Ihr müsst dazu nicht Mitglied von Mother Hood e.V. sein.

Unser nächstes Treffen:

Dienstag, 05.04.2016, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung) – dann können wir besser planen.


Themen:

  • Wollen wir eine Aktion zum Welthebammentag am 5. Mai machen (Feiertag Christi Himmelfahrt)?
  • Infostand auf dem Geburtshaus-Trödel am Schillerplatz (21. Mai)

Themenwünsche oder Fragen: Schreibt uns gerne!


Weitere Infos über Mother Hood e.V. und unsere Arbeit findet Ihr unter www.mother-hood.de

Filmgespräch: Wie steht es um Geburtskultur und Hebammensituation in Düsseldorf

Einsame Geburt Hebammen Düsseldorf

Gemeinsam mit der Hebammenzentrale und dem Geburtshaus Düsseldorf laden wir Dich herzlich zur Düsseldorfpremiere von Nadine Peschels Film „Einsame Geburt – Hebammen in Not“ ein. Anschließend diskutieren wir mit Hebammen, Müttern und dem Publikum über Geburtskultur und die aktuelle Versorgungssituation von Schwangeren und frischgebackenen Eltern in Düsseldorf.

Wann: Sonntag, 6. März – 15 bis 17 Uhr
Wo: Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47

Die Teilnahme ist kostenlos!

Folge der Veranstaltung auf Facebook: Filmgespräch „Einsame Geburt – Hebammen in Not“

Komm auch zum March of Roses, um 12 Uhr auf dem Burgplatz! Weil jede Frau unter der Geburt eine würdevolle Behandlung verdient.

 

Tabubruch: March of Roses thematisiert Missstände im Kreißsaal

March_of_Roses

Am Sonntag, 6. März lädt Mother Hood e.V. in einem Bündnis aus Eltern, Hebammen und Geburtshelfern zum „March of Roses“ gegen Geringschätzung und Gewalt während der Geburt ein. Start ist 12 Uhr auf dem Düsseldorfer Burgplatz.

Die Rose als Symbol des Protestmarsches steht für die Würde, Schönheit und Verletzlichkeit der Frau. Aus diesem Grund sollen die TeilnehmerInnen Rosen aus Stoff, Papier oder echte Rosen mitbringen.

http://www.mother-hood.de/aktuelles/aktionen-veranstaltungen.html

In Deutschland erleben viele Frauen problematische oder sogar traumatisierende Geburten, die auf Missstände in der Geburtshilfe zurückzuführen sind. „Wir möchten mit den Protestmärschen auf diese Missstände aufmerksam machen“, sagt Dr. Katharina Hartmann, Vorstand der Bundeselterninitiative Mother Hood e. V. und Koordinatorin des March of Roses in Deutschland. „Denn Veränderung beginnt mit der Wahrnehmung des Problems.“

Als Teil des auch in anderen Ländern stattfindenden „March of Roses“ fordern Eltern einen würdevollen und wertschätzenden Umgang in der Geburtshilfe, der die Bedürfnisse von Mutter und Kind stärker berücksichtigt.

WHO und Eltern schlagen Alarm: Immer mehr Frauen berichten von schlimmen Geburten

Aufgezwungene oder ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommene medizinische Eingriffe, unnötige Behandlungen, Demütigungen und Beleidigungen gehören laut WHO genauso zum Alltag in Kliniken, wie vermeidbare Geburtsverletzungen und medizinisch unnötige Kaiserschnittentbindungen.

Bei den Missständen handelt es sich nicht etwa um eine Randerscheinung. Vielmehr zeigt zum Beispiel die auch in Deutschland jährlich am 25. November stattfindende Kampagne „Roses Revolution“, dass Frauen während der Geburt viel zu oft keine respektvolle und umsichtige Betreuung erleben.

„Geburten sollten für die Familien eine freudige Erfahrung sein“, sagt Hartmann.

„Stattdessen berichten viele Frauen, dass sie unter der Geburt allein gelassen wurden, ihre Entscheidung nicht respektiert und über ihren Kopf hinweg entschieden wurde“, berichtet Anne Jandt von Geburt e.V. und fordert: „In einem der reichsten Länder der Erde, mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, sollte es möglich sein, dass das Ziel einer Geburt mehr ist als ein lebendes Kind und eine lebende Mutter. Eine gute Geburt sollte ein stärkendes Erlebnis sein, aus dem Mutter und Kind an Leib und Seele möglichst unverletzt hervorgehen. Das muss unser Ziel sein!“

#ausnahmslos #6march

Die Veranstaltung auf Facebook: https://m.facebook.com/events/1711340679136531

Kasseler Erklärung: Eltern fordern Mitbestimmung und Reform der Geburtskultur

Kasseler Erklärung Geburtskultur 2015

Aus medizinischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit für die in Deutschland bestehenden hohen Frühgeburten-, Interventions- und Kaiserschnittraten. Eine angstfreie Schwangerschaft, eine natürliche Geburt mit einer zurückhaltenden Geburtshilfe und eine intensive Betreuung im Wochenbett sind immer seltener die Regel. Eltern, als weitaus größte Interessensgruppe in diesem Konflikt und auch als Treuhänder der Rechte ihrer Kinder, erheben nun ihre Stimme und fordern ihre Rechte ein!

Die Umsetzung der Menschenrechte im Umfeld der Geburt wird in Deutschland immer weiter erschwert und vielerorts kann nicht einmal mehr eine adäquate Gesundheitsversorgung werdender und junger Mütter gewährleistet werden. In Kassel versammelten sich am Samstag, dem 10. Oktober 2015 VertreterInnen von zahlreichen Elterninitiativen und Vereinen und engagierte Einzelpersonen aus der gesamten Bundesrepublik zu einem zweiten Treffen des Netzwerks der Elterninitiativen für Geburtskultur. In der Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur vom 10. Oktober 2015 verlangen Eltern ein Mandat zur Mitbestimmung und fordern einen Perspektivwechsel hin zu Menschlichkeit in der Geburtshilfe.

Die Erklärung wurde gemeinsam von 27 Organisationen, darunter auch Mother Hood e.V., und zahlreichen engagierten Einzelpersonen verfasst und erstunterzeichnet.

Zum Dokument: Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur (PDF)

Antrag gestellt: Hebammenwesen soll immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe werden

Hebammen-Kultur Antrag als UNESCO-Weltkulturerbe gestellt

Vor einem halben Jahr hatte die dreifache Mutter Deike Terruhn eine geniale Idee. Nun haben der Deutsche Hebammenverband (DHV), der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD) und der gemeinnützige Verein „Hebammen für Deutschland“ (HfD) bei der deutschen UNESCO-Kommission die Aufnahme des Hebammenwesens als immaterielles Weltkulturerbe beantragt.

Überall auf der Welt begleiten Frauen andere Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Dieses Wissen und Können wurde seit Menschengedenken von Generation zu Generation weitergegeben, verändert, erweitert. Es gehört zu den wichtigsten Kulturgütern der Menschheit. Es dient der Gesundheit von Frauen und Kindern und ermöglicht Eltern einen guten Start als Familie. Es braucht den Schutz als immaterielles Weltkulturerbe!

„Es ist dringend an der Zeit, das Hebammenwesen in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufzunehmen“, fordert Lisa von Reiche, Hebamme und HfD-Vorstandsmitglied. „Wir sind daher sehr dankbar, dass Barbara Hirt vom Elternmagazin kidsgo zusammen mit Deike Terruhn die Initiative ergriffen hat, für uns Hebammen den Antrag vorzubereiten. „Hierzulande droht Hebammenwissen nämlich verloren zu gehen – mit allen Konsequenzen für Frauen, Kinder und Familien. Es gibt viele sehr wichtige Argumente, Hebammenarbeit für die Familien unter besonderen Schutz zu stellen.“

Über 60 Seiten umfasst der Antrag, den Barbara Hirt und Deike Terruhn in enger Zusammenarbeit mit den Hebammenverbänden und dem HfD verfasst haben. „Wir sind stolz und glücklich und wünschen uns sehr, dass auch alle künftigen Schwangeren durch eine dieser wunderbaren weisen Frauen durch die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und das Wochenbett begleitet werden“, so Barbara Hirt. „Es drohen jahrtausende Jahre altes Wissen und Traditionen zum Wohle und zum Schutz von uns Frauen verloren zu gehen. Einen solchen Einschnitt in elementare Frauenrechte und Frauenangelegenheiten dürfen wir nicht hinnehmen.“

Wir vom Elternprotest drücken ganz fest die Daumen, dass der Antrag angenommen wird!

Weitere Infos:

3. Elternprotest-Stammtisch von Mother Hood Düsseldorf

MH2710Dus

Unser Stammtisch geht in die dritte Runde!

Wir treffen uns am Dienstag, 27.10.2015, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung). Dann können wir besser planen und entsprechend reservieren.

Der nächste Stammtisch wird am Mittwoch, 25.11.2015, stattfinden.
Wir treffen uns an wechselnden Wochentagen (Montag bis Donnerstag) immer in Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs.