Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums zur aktuellen Situation der Hebammen

Vor der Anhörung von Michaela Skott im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages (Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1) schrieben wir die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel an, um sie auf die Anhörung und unsere Einschätzung der Situation aufmerksam zu machen. Nun erhielten wir ihre Antwort mit einer Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums (BGM) zur aktuellen Lage. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Pantel dürfen wir den Schriftwechsel hier veröffentlichen.

Nachricht von Mother Hood e.V. Düsseldorf vom 11. Juni 2016:

Sehr geehrte Frau Pantel,

unser letztes Treffen im November 2015 ist eine Weile her. Seitdem hat sich die Situation für uns Eltern in Deutschland wesentlich verschlechtert. Weiterhin werden Geburtsstationen geschlossen (im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden zuletzt Geburtsstationen in Wuppertal und Solingen geschlossen, erst letztes Wochenende wurden in Hannover beide Level-1-Geburtskliniken wegen Personalmangels vorübergehend geschlossen), Kaiserschnitt- und Interventionsraten sind viel zu hoch – nicht zuletzt wegen zu schlechter Betreuungslage – und Hebammen geben ihren Beruf auf.

Seit 2014 sammeln wir als Elternprotest bundesweit in vielen Aktionen nun Unterschriften für die Petition 51168: Gesundheitsfachberufe – Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 vom 25.03.2014 (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_03/_25/Petition_51168.nc.html).

Hierin wird u.a. die Forderung einer 1:1 Betreuung während der Geburt gestellt. Zurzeit sind Betreuungsschlüssel von 1:5 keine Seltenheit, immer häufiger werden Frauen unter Wehen wegen Personalmangels von Geburtskliniken abgelehnt und an andere Häuser verwiesen. Wir sehen die Politik in der Verantwortung, (gesetzliche und wirtschaftliche) Anreize zu schaffen, damit der Beruf der Hebamme wieder gestärkt wird.

Nun wird die Petition endlich am 20.6.2016 im Petitionsausschuss behandelt. Wir bitten Sie inständig darum, Ihre Kolleginnen und Kollegen vom Petitionsausschuss auf die Dringlichkeit und die Notwendigkeit dieser Petition aufmerksam zu machen. Unterstützen Sie uns Eltern: für uns und die kommenden Generationen müssen wir für eine Verbesserung der Geburtskultur in Deutschland eintreten!

Mit freundlichen Grüßen

Mother Hood e.V. Düsseldorf


Antwortschreiben von MdB Sylvia Pantel vom 1. September 2016:

Liebe Frau D.,

seit meiner Wahl in den Bundestag begleite ich die wichtigen Anliegen der freiberuflichen Hebammen. Ich habe großes Verständnis für die Besorgnis in Bezug auf die freie Wahl des Geburtsortes und eine gute und flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe in Schwanger- und Mutterschaft. Die Problematik wurde bei der Anhörung im Petitionsausschuss am 20.06.2016 erneut angesprochen. Die Anhörung ist unter http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw25-pa-petition-hebammen/428582 als Video dokumentiert.

Mit Bezug auf Ihre Email habe ich beim Bundesgesundheitsministerium noch einmal zur aktuellen Situation nachgefragt, die Antwort ist leider erst jetzt eingetroffen.

Das BMG hat mir mitgeteilt, dass der Gruppenversicherungsvertrag des Deutschen Hebammenverbands mit dem Versicherungskonsortium um die Versicherungskammer Bayern im Juli bis Mitte 2018 verlängert wurde. Das gewährleistet für die freiberuflichen Hebammen seit Jahren erstmals wieder eine mehrjährige Absicherung. Die mit dieser Vertragsverlängerung verbundenen Prämienerhöhungen von durchschnittlich 10 Prozent jährlich liegen deutlich unter den Erhöhungen der letzten Jahre.

Aufgrund der weiteren Maßnahmen zur Hebammenvergütung hat sich die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe erbringen, deutlich entspannt. Der im Juli 2015 in Kraft getretene Verzicht auf Regressforderungen der Kranken- und Pflegeversicherung kann einen Beitrag zur Stabilisierung der Versicherungsprämien leisten. Durch die faktische Begrenzung der Höchstschäden entsteht zudem eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage für die Versicherungswirtschaft, das ist eine Voraussetzung zur Belebung des Versicherungsmarktes. Derzeit prüfen die betroffenen Versicherungsunternehmen im Einzelfall, ob die angemeldeten Regressforderungen der Kranken- und Pflegekassen gegenüber freiberuflichen Hebammen aufgrund des gesetzlichen Regeressausschlusses zurückgewiesen werden können. Um die Wirksamkeit des Regressausschlusses zu unterstützen, plant das BMG, die Thematik mit der Kassenseite auf Fachebene kurzfristig noch einmal zu erörtern.

Die Sicherstellung der stationären Versorgung im Rahmen der Krankenhausplanung ist grundsätzlich in der Verantwortung der Länder. Sie gewährleisten die Versorgungsangebote unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Versorgungsbedarfs in den einzelnen Regionen in angemessener Weise. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2014 in Deutschland 399 Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Fachabteilung vorhanden gegenüber 430 Krankenhäusern mit einer Geburtshilfestation in 2012. Die geringere Zahl kann neben Schließungen auch auf Fusionen beruhen. Die „Landkarte der Unterversorgung“ bzw. der ambulanten Versorgung mit Hebammenleistungen wird als Möglichkeit bewertet, Informationen zu sammeln und publik zu machen, ob es im näheren Umfeld für konkret angefragte Hebammenleistungen auch tatsächlich eine Versorgungsmöglichkeit gibt. Um verlässliche Informationen darüber zu geben, ob eine Unterversorgung besteht, bedarf es zusätzlicher Informationen, die eine auf freiwilliger Basis geführte und damit auf Einzelmeldungen beruhende Landkarte nicht liefern kann.

Aus Sicht des BMG tragen die Maßnahmen wesentlich dazu bei, die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen zu verbessern und ihnen Sicherheit in Bezug auf einen finanzierbaren Haftpflichtversicherungsschutz zu geben. Nach den vom GKV-Spitzenverband veröffentlichten Hebammenzahlen wird für 2015 erstmalig wieder ein Anstieg verzeichnet. Ich hoffe und bin deshalb zuversichtlich, dass sich die Lage perspektivisch entspannen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Pantel, MdB

Anhörung vor dem Petitionsausschuss: Jetzt reden wir!

Elternpetition

Am kommenden Montag ist es endlich soweit: Die Elternpetition hat es vor den Petitionsausschuss des Bundestages geschafft! Petentin Michaela Skott wird stellvertretend für uns Frauen und Familien vor dem Ausschuss sprechen und klarstellen, dass in erster Linie wir Eltern von den Missständen in der Geburtshilfe betroffen sind. Auch in Düsseldorf haben wir hunderte Unterschriften für diese Petition gesammelt und nach Berlin geschickt.

Wer mehr dazu lesen will, schaut mal in Silkes Blog „Aberwehe!“ vorbei, sie hat das Thema mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht: bitte hier entlang.

Die öffentliche Anhörung wird live im Parlamentsfernsehen übertragen und steht danach in der Mediathek zur Verfügung. Bitte einschalten am Montag, 20.6.2016 ab 13 Uhr: https://www.bundestag.de/tv

Hier die offizielle Pressemitteilung des Vereins Mother Hood e.V. vom 17. Juni 2016:

Die Bundeselterninitiative Mother Hood e. V. begrüßt die Entscheidung des Petitionsausschusses des Bundestages, die Petentin Michaela Skott anzuhören. Skott engagiert sich seit Jahren für Frauenrechte und ist Mitglied von Mother Hood. 2014 forderte sie in der Petition Nr. 51168 das „Grundrecht mit freier Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 durch eine Bezugshebamme“. Die öffentliche Anhörung findet am 20. Juni, 13 Uhr, in der Konrad-Adenauer-Straße 1, in Berlin, statt.

„In der Petition geht es um die Wahrung der Rechte von Frauen und Kindern rund um die Geburt. Dazu zählt den Geburtsort frei wählen zu können und die 1:1-Betreuung – egal, ob die Geburt in der Klinik oder Zuhause stattfindet – welche nachgewiesenermaßen zur größtmöglichen Sicherheit führt”, erklärt Michaela Skott. „Dieses Recht leitet sich aus mehreren Rechtsnormen ab und ist in Deutschland noch nicht verankert. Deshalb werden wir Eltern bei allen Entscheidungen, die ja die Gebärenden und Kinder direkt betreffen, gar nicht mit einbezogen und können auch nicht Klage erheben. Ich will, dass sich das ändert,“ so Skott.

Desolate Zustände

Die von Politikern oft dementierten schlechten Zustände in der Geburtshilfe (zuletzt in der Bundestagsdebatte vom 12. Mai) sind Realität: Die Versorgung Gebärender in Kliniken ist vielerorts katastrophal. Die freie Wahl des Geburtsortes, egal ob die Schwangere in einer Klinik, zu Hause oder im Geburtshaus gebären möchte, ist flächendeckend nicht mehr vorhanden. Die Anzahl der Geburtskliniken sinkt, obwohl die Geburtenrate steigt.

Verpflichtung des Gesetzgebers zur Sicherung des Berufsstandes der Hebammen

Die Probleme in der Geburtshilfe sind eng mit der Situation der Hebammen verbunden. Die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe durchgesetzten Maßnahmen wie etwa der Sicherstellungszuschlag oder der Regressverzicht haben nicht den gewünschten Effekt. Die Arbeitsbedingungen der Hebammen und die damit verbundene Bezahlung bleiben weiterhin ungenügend. Viele geben deshalb auf und wandern in andere Berufe ab.

„Fehlen Hebammen, haben in erster Linie wir Eltern ein Problem”, sagt Eva Abert vom Vorstand von Mother Hood. „Wir fordern daher von der Politik, endlich die Forderungen der Eltern zu hören und ernst zu nehmen, so wie es nun hoffentlich mit der Anhörung geschieht“.

Die Bundestagspetition von Michaela Skott ist die vierte in nur sechs Jahren, die sich mit der Situation in der Geburtshilfe beschäftigt. “Passiert ist seither wenig, was die sich verschlechternden Zustände aufhalten kann”, fasst Abert zusammen.

(Die Pressemitteilung ist zuerst erschienen auf: http://www.mother-hood.de/presse/elterninitiative-mother-hood-jetzt-reden-wir.html)

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Immer noch aktuell: Die Elternpetition

Antwort-Petitionsausschuss

Vor kurzem haben wir mit folgendem Begleitschreiben (siehe unten) noch einmal 40 Unterschriften für die Petition von Michaela Skott nach Berlin geschickt. Wir haben eigentlich gar nicht damit gerechnet, aber wir haben tatsächlich ein Antwortschreiben bekommen (im Bild).

Wenn Ihr die Petition auch zeichnen wollt, findet Ihr hier Infos dazu: Nächste Runde für die Elternpetition.
Ihr könnt Euch natürlich auch einfach nur eine Seite der Petitionsliste ausdrucken, dort unterschreiben und das Blatt nach Berlin schicken. Jeder Brief bringt unsere Sache in Erinnerung, jede Unterschrift bringt uns dem Ziel näher!

Download (PDF): Einzelseite Petitionsliste
(Quelle: Dropbox Elternprotest Münster)

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Anlage erhalten Sie rund 40 weitere Unterschriften zur Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 (Petition Nr. 51 168).

Der Kabinettsbeschluss vom 17. Dezember 2014 ist uns bekannt. Er greift jedoch nicht weit genug, um das Anliegen der Petition zu erfüllen. Wir fordern mit dieser Petition einen Systemwechsel in der Geburtshilfe, der Familien und Geburtshelfern zugute kommt. Der aktuelle Beschluss ist aus unserer Sicht allenfalls eine kurzfristige Teillösung für die bestehenden Probleme der geburtshilflichen Versorgung in Deutschland. Weiterhin wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen, ob die Höhe der Hebammenhaftpflichtprämien dadurch wirklich stabil bleibt.

Nach wie vor arbeiten Versicherungsunternehmen gewinnorientiert, und es ist nicht anzunehmen, dass der Beschluss die Hebammen tatsächlich entlastet. Bis eine Wirkung eintritt, werden viele weitere Hebammen die Geburtshilfe oder gar ihren Beruf aufgeben. Die Versorgungslage wird sich dadurch weiterhin verschlechtern. Wo bleibt die Perspektive oder der Anreiz, diesen Beruf überhaupt zu ergreifen? Wie können zukünftige Eltern sichergehen, dass sie ihren Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen können?

Schon heute gibt es nicht ausreichend Hebammen. Eine flächendeckende Versorgung muss besonders im ländlichen Raum gefördert werden. Unserer Meinung nach wird durch den Beschluss das „Hebammensterben“ nicht gestoppt, sondern lediglich in die Länge gezogen.

Wir als Eltern verlieren unser Vertrauen in die Politik, wenn die Bundesregierung keine weiteren Schritte einleitet, um für Frauen in ihrer besonderen Situation und für unsere neuen Erdenbürger eine geburtsfreundliche Infrastruktur zu schaffen.

Elternprotest Düsseldorf und Umgebung

Leseempfehlung zur aktuellen Situation: Die Geburtshilfe steht vor dem Aus

Wer sich über die aktuelle Lage der Geburtshilfe in Deutschland informieren möchte, dem sei dieser umfassende Artikel von Elternaktivistin Michaela Skott ans Herz gelegt:

Das Wunder der Geburt ist zum Wirtschaftsfaktor verkommen – Ein kompletter Systemwechsel muss her.

„Schwangere, die keine Hebamme mehr für die Vorsorge oder Wochenbettbetreuung finden. Frauen, die zum nächsten Kreißsaal mehr als 30 Minuten fahren müssen – nicht wollen. Frauen, die, um zu gebären, zwei Wochen vor dem errechneten Termin in ein Boarding-Hotel gehen müssen, da in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld keine Klinik mehr ist. Frauen, die auf dem Rettungswagen ihre Kinder bekommen, wie im September in Ostholstein gleich zweimal geschehen. Kinder halten sich eben nicht an Termine. Frauen, die an Kliniktüren abgewiesen werden, weil der Kreißsaal überfüllt ist – oder im Kabuff nebenan entbinden müssen. Frauen, die ihr Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes nicht ausüben können, weil es keine Geburtshäuser oder außerklinisch arbeitenden Gynäkologen und Hebammen mehr gibt. Steigende Interventions- und Kaiserschnittraten. Über 200 geburtshilfliche Stationen haben in den vergangenen zehn Jahren geschlossen. Ein Ende des Sterbens ist noch längst nicht in Sicht.“

http://www.die-tagespost.de/Die-Geburtshilfe-steht-vor-dem-Aus;art456,156157

Zappenduster. Geburtshilfe in Deutschland.

zappenduster. Geburtshilfe in Deutschland.

Das Sterben ist leiser geworden. Nicht weniger. Lasst das nicht zu!
von Michaela Skott (Elterninitiative Hebammenunterstützung)

Ihr Lieben,

wir wissen, dass im wirklichen Leben viele, viele Menschen denken, das Hebammenproblem ist gelöst. Das ist falsch!!!

  1. Es betrifft längst nicht nur die Hebammen. Sondern die gesamte Geburtshilfe. Dort wo Kliniken schließen, schließen Geburtshäuser, geben Hebammen ihre Tätigkeit auf. Hebammen, die in größter wirschaftlicher Unsicherheit kalkulieren (müssen) haben keine Kraft oder finanzielle Ressourcen mehr und hören ebenfalls auf. Dadurch werden die weißen Flecken auf der Landkarte der bundesweiten Geburtshilfe immer größer. In vielen ländlichen Gebieten finden sich schon heute keine Angebote mehr.

  2. Es gibt KEIN Versicherungsangebot für die Geburtshilfe (GH) nach 2016. KEINES. Das wirkt sich bereits HEUTE aus. Die Hebammen steigen aus, niedergelassene Gynäkologen geben die GH ebenfalls auf. Das ändert sich auch nicht mit den von Hermann Gröhe angekündigten Gesetzesänderungen. Der Versicherungsmarkt in diesem Sektor ist faktisch tot. Ob die kommenden Änderungen zur Wiederbelebung reichen, ist fraglich.

Als Elternprotest arbeiten wir derzeit an einer offiziellen schriftlichen Stellungnahme zu diesem Gesetzesentwurf. Das bindet viele unserer Kapazitäten. Aber wir wollen gehört werden und wir brauchen dafür EUCH!

Verbreitet per Copy-&-Paste und in allen Gesprächen die Nachricht, dass noch lange nichts gelöst ist. Werdet aktiv und holt neue Protestler dazu. WIR alle müssen den Protest von hier nach draußen tragen. Wenn die Welle der Empörung abebbt, wird es bald zappenduster in den Kliniken, Geburtshäusern und Hebammenpraxen landauf und landab. BITTE, BITTE nicht nur abnicken, sondern teilen, teilen, teilen – auch und gerade abseits von Smartphones und PCs! Redet mit euren Abgeordneten, die es vielfach nicht besser wissen, die teilweise selbst glauben, dass das Thema jetzt vom Tisch ist. Weist Freunde und Bekannte auf die Problematik hin. Werdet laut!

Das Sterben ist leiser geworden. Nicht weniger. Lasst das nicht zu!

Am 5. November geben wir unsere Stellungnahme ab. Im Bundestag und öffentlich!

Facebookveranstaltungen zu #zappenduster:

Jetzt neu: Das Video zur Aktion!

Macht auch hier mit: Elternpetition

Zappenduster-Avatar für Eure Netzwerke:

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Mach mit: Nächste Runde für die Elternpetition

Mach mit! Wir bewegen was! Elternprotest Münster
(c) Elternprotest Münster

Es gibt wieder was zu tun und jede/ jeder von Euch kann etwas dazu beitragen ohne viel Aufwand!

Die Elternpetition an den deutschen Bundestag geht in die nächste Runde. Die online Zeichnungsfrist ist beendet, die Petition jedoch noch nicht. Laut Regelwerk für Petitionen, kann eine Petition auch zu einer öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss kommen, wenn das Quorum, also die Anzahl der zu erreichenden Stimmen bei der online Stimmenabgabe, nicht erreicht wurde. Aus Kreisen des Ausschusses wurde uns nahe gelegt, offline weiter Stimmen zu sammeln und diese einzureichen. Und das machen wir jetzt bundesweit.

Bitte druckt Euch die Petitionsunterlagen aus und heftet sie in einen Schnellhefter. Diese Mappe soll dann an zentralen Orte ausgelegt werden. Hier bieten sich Familienbildungsstätten an, Stadtteillbüros, Kitas, Schulen etc. Wichtig ist, dass Ihr bei der jeweiligen Einrichtung vorher fragt, ob Ihr die auslegen könnt. Bitte nur in Absprache.
Ihr könnt die Liste auch auf dem Spielplatz von Euren befreundeten Familien unterschreiben lassen, oder in Eurer Krabbelgruppe. Fragt doch mal in Eurer Familie und bei Bekannten nach und bittet um eine Unterschrift. Ihr könnt auch einfach mal durch die Stadt ziehen und Unterschriften sammeln. Es gibt ganz viele Gelegenheiten und Möglichkeiten. Hebammenpraxen bieten sich auch an oder Frauenärzte.

Habt ihr Listen bei öffentlichen Einrichtungen hinterlegt, geht bitte nach ca. 4 Wochen dahin und holt die unterschriebenen Listen ab. Die Unterschriftenlisten müssen dann nach Berlin geschickt werden. (Adresse steht drauf). Düsseldorfer können die Mappen auch gerne im Geburtshaus abgeben. Dann können wir die Mappen gesammelt nach Berlin schicken.

In der zusammengestellten Mappe sind alle Infos drin. Die Petition ist erklärt, die Hintergründe zur Petition sind erklärt und die Unterschriftenliste ist auch dabei. Also das Rundum-Paket. Einfach ausdrucken, abheften und los geht’s.

Bitte schreibt unter diesen Beitrag, in welche öffentlichen Einrichtungen Ihr eine Mappe gebracht habt.

Petitionsunterlagen: hier ist die komplette Infomappe (15 Seiten, davon 10 Seiten Unterschriftenlisten):

Download Petitionslisten (PDF)

Stand 19. August 2014: es sind für die Petition bisher 22.697 Unterschriften eingegangen, darunter: 14.341 (online) und 8.626 (offline).

Vielen Dank an Silke und alle anderen vom Elternprotest Münster!
(Quelle Text, Bild und Unterschriftenmappe: Elternprotest Münster – facebook-Gruppe / Google plus)

Petition zur selbstbestimmten Geburt: Wir sammeln weiter!

Petition 51168

Michaela Skott, Initiatorin der Bundestagspetition für das Recht auf eine selbstbestimmte Geburt, hat auf Facebook darüber informiert, dass es möglich ist, weiter offline Unterschriften für diese Petition zu sammeln und an den Ausschuss zu schicken.

Wie ihr ein Mitglied das Petitionsausschusses bestätigte, werden diese Stimmen weiterhin berücksichtigt – auch wenn die Mitzeichnungsfrist bereits vorbei ist. Derzeit geht es weiter mit der Parlamentarischen Prüfung. Für dieses Jahr sind keine öffentlichen Anhörungstermine mehr frei. Aber mit zusätzlichen Unterschriften steigen unsere Chancen auf eine Anhörung.

Download (PDF): Unterschriftenliste Bundestagspetition 51168
(Edit: neuer Link vom 30.8.2014)

Daher unsere Bitte: Wenn es Euch möglich ist, sammelt weiter Unterschriften!
Es geht um nichts weniger als die Zukunft der Geburt!

Wir haben diese Möglichkeit die Politik mitzugestalten, wir sollten sie auch wahrnehmen!

Wer möchte, kann die Unterschriftenlisten auch im Geburtshaus Düsseldorf abgeben, wir werden sie dort abholen und gesammelt abschicken.

Links zum Thema:

 

Hebammenunterstützung: Elternprotest Düsseldorf übt weiter Druck aus

Gröhe_HH_Hebammendemo

Pressemitteilung vom 29. Juni 2014

Der Berufsstand der Hebammen ist nach wie vor gefährdet. Um die politische Entscheidungsfindung zugunsten der Hebammen zu beeinflussen, fuhren Vertreterinnen der Initiative Hebammenunterstützung Elternprotest Düsseldorf nach Hamburg zur Gesundheitsministerkonferenz. Dort formierten sie sich mit anderen Aktivistinnen aus ganz Deutschland zu einem SOS-Zeichen. Zudem schafften sie sich mit Sprechchören Gehör. Höhepunkt der Veranstaltung war eine Petitionsübergabe an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Sie fordert ihn dazu auf, eine tragfähige Lösung für die Haftpflichtproblematik der Geburtshelferinnen zu finden. An diesem Aufruf haben sich über 425.000 Menschen beteiligt. Parallel zur Großdemo fanden zahlreiche Aktionen statt. So schmückte beispielsweise die längste Nabelschnur der Welt den Rathausplatz. Weiterlesen

Bitte mitzeichnen: neue Petition – diesmal aus Elternsicht

Diese Petition ist aus Elternsicht formuliert und für alle die fragen, warum es noch eine Petition geben soll: bitte lest den Petitionstext von Michaela Skott oder die folgende Pressemitteilung der Elterninitiative Hebammenunterstützung vom 11. Juni 2014:

„Demokratie ist kein Kindergeburtstag“

E-Petition an den Deutschen Bundestag gestartet – „Reduktion auf Hausgeburten geht mir auf den Wecker“

„Demokratie ist kein Kindergeburtstag! Steht auf! Macht was! Unterschreibt diese Petition!
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