Düsseldorfer Mother Hood Stammtisch am 13. Oktober

!!! Die Veranstaltung heute Abend muss leider kurzfristig ausfallen !!!
Die Mother Hood-Gruppe Düsseldorf und Umgebung trifft sich nächste Woche wieder zum Stammtisch. Wenn Ihr Euch informieren oder mit uns engagieren wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Ihr müsst dazu nicht Mitglied von Mother Hood e.V. sein.

Wann und wo:

Donnerstag, 13.10.2016, um 18.00 Uhr bei

Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung)

Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums zur aktuellen Situation der Hebammen

Vor der Anhörung von Michaela Skott im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages (Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1) schrieben wir die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel an, um sie auf die Anhörung und unsere Einschätzung der Situation aufmerksam zu machen. Nun erhielten wir ihre Antwort mit einer Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums (BGM) zur aktuellen Lage. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Pantel dürfen wir den Schriftwechsel hier veröffentlichen.

Nachricht von Mother Hood e.V. Düsseldorf vom 11. Juni 2016:

Sehr geehrte Frau Pantel,

unser letztes Treffen im November 2015 ist eine Weile her. Seitdem hat sich die Situation für uns Eltern in Deutschland wesentlich verschlechtert. Weiterhin werden Geburtsstationen geschlossen (im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden zuletzt Geburtsstationen in Wuppertal und Solingen geschlossen, erst letztes Wochenende wurden in Hannover beide Level-1-Geburtskliniken wegen Personalmangels vorübergehend geschlossen), Kaiserschnitt- und Interventionsraten sind viel zu hoch – nicht zuletzt wegen zu schlechter Betreuungslage – und Hebammen geben ihren Beruf auf.

Seit 2014 sammeln wir als Elternprotest bundesweit in vielen Aktionen nun Unterschriften für die Petition 51168: Gesundheitsfachberufe – Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 vom 25.03.2014 (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_03/_25/Petition_51168.nc.html).

Hierin wird u.a. die Forderung einer 1:1 Betreuung während der Geburt gestellt. Zurzeit sind Betreuungsschlüssel von 1:5 keine Seltenheit, immer häufiger werden Frauen unter Wehen wegen Personalmangels von Geburtskliniken abgelehnt und an andere Häuser verwiesen. Wir sehen die Politik in der Verantwortung, (gesetzliche und wirtschaftliche) Anreize zu schaffen, damit der Beruf der Hebamme wieder gestärkt wird.

Nun wird die Petition endlich am 20.6.2016 im Petitionsausschuss behandelt. Wir bitten Sie inständig darum, Ihre Kolleginnen und Kollegen vom Petitionsausschuss auf die Dringlichkeit und die Notwendigkeit dieser Petition aufmerksam zu machen. Unterstützen Sie uns Eltern: für uns und die kommenden Generationen müssen wir für eine Verbesserung der Geburtskultur in Deutschland eintreten!

Mit freundlichen Grüßen

Mother Hood e.V. Düsseldorf


Antwortschreiben von MdB Sylvia Pantel vom 1. September 2016:

Liebe Frau D.,

seit meiner Wahl in den Bundestag begleite ich die wichtigen Anliegen der freiberuflichen Hebammen. Ich habe großes Verständnis für die Besorgnis in Bezug auf die freie Wahl des Geburtsortes und eine gute und flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe in Schwanger- und Mutterschaft. Die Problematik wurde bei der Anhörung im Petitionsausschuss am 20.06.2016 erneut angesprochen. Die Anhörung ist unter http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw25-pa-petition-hebammen/428582 als Video dokumentiert.

Mit Bezug auf Ihre Email habe ich beim Bundesgesundheitsministerium noch einmal zur aktuellen Situation nachgefragt, die Antwort ist leider erst jetzt eingetroffen.

Das BMG hat mir mitgeteilt, dass der Gruppenversicherungsvertrag des Deutschen Hebammenverbands mit dem Versicherungskonsortium um die Versicherungskammer Bayern im Juli bis Mitte 2018 verlängert wurde. Das gewährleistet für die freiberuflichen Hebammen seit Jahren erstmals wieder eine mehrjährige Absicherung. Die mit dieser Vertragsverlängerung verbundenen Prämienerhöhungen von durchschnittlich 10 Prozent jährlich liegen deutlich unter den Erhöhungen der letzten Jahre.

Aufgrund der weiteren Maßnahmen zur Hebammenvergütung hat sich die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe erbringen, deutlich entspannt. Der im Juli 2015 in Kraft getretene Verzicht auf Regressforderungen der Kranken- und Pflegeversicherung kann einen Beitrag zur Stabilisierung der Versicherungsprämien leisten. Durch die faktische Begrenzung der Höchstschäden entsteht zudem eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage für die Versicherungswirtschaft, das ist eine Voraussetzung zur Belebung des Versicherungsmarktes. Derzeit prüfen die betroffenen Versicherungsunternehmen im Einzelfall, ob die angemeldeten Regressforderungen der Kranken- und Pflegekassen gegenüber freiberuflichen Hebammen aufgrund des gesetzlichen Regeressausschlusses zurückgewiesen werden können. Um die Wirksamkeit des Regressausschlusses zu unterstützen, plant das BMG, die Thematik mit der Kassenseite auf Fachebene kurzfristig noch einmal zu erörtern.

Die Sicherstellung der stationären Versorgung im Rahmen der Krankenhausplanung ist grundsätzlich in der Verantwortung der Länder. Sie gewährleisten die Versorgungsangebote unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Versorgungsbedarfs in den einzelnen Regionen in angemessener Weise. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2014 in Deutschland 399 Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Fachabteilung vorhanden gegenüber 430 Krankenhäusern mit einer Geburtshilfestation in 2012. Die geringere Zahl kann neben Schließungen auch auf Fusionen beruhen. Die „Landkarte der Unterversorgung“ bzw. der ambulanten Versorgung mit Hebammenleistungen wird als Möglichkeit bewertet, Informationen zu sammeln und publik zu machen, ob es im näheren Umfeld für konkret angefragte Hebammenleistungen auch tatsächlich eine Versorgungsmöglichkeit gibt. Um verlässliche Informationen darüber zu geben, ob eine Unterversorgung besteht, bedarf es zusätzlicher Informationen, die eine auf freiwilliger Basis geführte und damit auf Einzelmeldungen beruhende Landkarte nicht liefern kann.

Aus Sicht des BMG tragen die Maßnahmen wesentlich dazu bei, die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen zu verbessern und ihnen Sicherheit in Bezug auf einen finanzierbaren Haftpflichtversicherungsschutz zu geben. Nach den vom GKV-Spitzenverband veröffentlichten Hebammenzahlen wird für 2015 erstmalig wieder ein Anstieg verzeichnet. Ich hoffe und bin deshalb zuversichtlich, dass sich die Lage perspektivisch entspannen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Pantel, MdB

Anhörung vor dem Petitionsausschuss: Jetzt reden wir!

Elternpetition

Am kommenden Montag ist es endlich soweit: Die Elternpetition hat es vor den Petitionsausschuss des Bundestages geschafft! Petentin Michaela Skott wird stellvertretend für uns Frauen und Familien vor dem Ausschuss sprechen und klarstellen, dass in erster Linie wir Eltern von den Missständen in der Geburtshilfe betroffen sind. Auch in Düsseldorf haben wir hunderte Unterschriften für diese Petition gesammelt und nach Berlin geschickt.

Wer mehr dazu lesen will, schaut mal in Silkes Blog „Aberwehe!“ vorbei, sie hat das Thema mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht: bitte hier entlang.

Die öffentliche Anhörung wird live im Parlamentsfernsehen übertragen und steht danach in der Mediathek zur Verfügung. Bitte einschalten am Montag, 20.6.2016 ab 13 Uhr: https://www.bundestag.de/tv

Hier die offizielle Pressemitteilung des Vereins Mother Hood e.V. vom 17. Juni 2016:

Die Bundeselterninitiative Mother Hood e. V. begrüßt die Entscheidung des Petitionsausschusses des Bundestages, die Petentin Michaela Skott anzuhören. Skott engagiert sich seit Jahren für Frauenrechte und ist Mitglied von Mother Hood. 2014 forderte sie in der Petition Nr. 51168 das „Grundrecht mit freier Wahl des Geburtsortes sowie einer Geburtsbegleitung im Schlüssel von 1:1 durch eine Bezugshebamme“. Die öffentliche Anhörung findet am 20. Juni, 13 Uhr, in der Konrad-Adenauer-Straße 1, in Berlin, statt.

„In der Petition geht es um die Wahrung der Rechte von Frauen und Kindern rund um die Geburt. Dazu zählt den Geburtsort frei wählen zu können und die 1:1-Betreuung – egal, ob die Geburt in der Klinik oder Zuhause stattfindet – welche nachgewiesenermaßen zur größtmöglichen Sicherheit führt”, erklärt Michaela Skott. „Dieses Recht leitet sich aus mehreren Rechtsnormen ab und ist in Deutschland noch nicht verankert. Deshalb werden wir Eltern bei allen Entscheidungen, die ja die Gebärenden und Kinder direkt betreffen, gar nicht mit einbezogen und können auch nicht Klage erheben. Ich will, dass sich das ändert,“ so Skott.

Desolate Zustände

Die von Politikern oft dementierten schlechten Zustände in der Geburtshilfe (zuletzt in der Bundestagsdebatte vom 12. Mai) sind Realität: Die Versorgung Gebärender in Kliniken ist vielerorts katastrophal. Die freie Wahl des Geburtsortes, egal ob die Schwangere in einer Klinik, zu Hause oder im Geburtshaus gebären möchte, ist flächendeckend nicht mehr vorhanden. Die Anzahl der Geburtskliniken sinkt, obwohl die Geburtenrate steigt.

Verpflichtung des Gesetzgebers zur Sicherung des Berufsstandes der Hebammen

Die Probleme in der Geburtshilfe sind eng mit der Situation der Hebammen verbunden. Die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe durchgesetzten Maßnahmen wie etwa der Sicherstellungszuschlag oder der Regressverzicht haben nicht den gewünschten Effekt. Die Arbeitsbedingungen der Hebammen und die damit verbundene Bezahlung bleiben weiterhin ungenügend. Viele geben deshalb auf und wandern in andere Berufe ab.

„Fehlen Hebammen, haben in erster Linie wir Eltern ein Problem”, sagt Eva Abert vom Vorstand von Mother Hood. „Wir fordern daher von der Politik, endlich die Forderungen der Eltern zu hören und ernst zu nehmen, so wie es nun hoffentlich mit der Anhörung geschieht“.

Die Bundestagspetition von Michaela Skott ist die vierte in nur sechs Jahren, die sich mit der Situation in der Geburtshilfe beschäftigt. “Passiert ist seither wenig, was die sich verschlechternden Zustände aufhalten kann”, fasst Abert zusammen.

(Die Pressemitteilung ist zuerst erschienen auf: http://www.mother-hood.de/presse/elterninitiative-mother-hood-jetzt-reden-wir.html)

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Düsseldorfer Mother Hood Stammtisch am 30. Mai

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Die Mother Hood-Gruppe Düsseldorf und Umgebung trifft sich nächste Woche wieder zum Stammtisch. Wenn Ihr Euch informieren oder mit uns engagieren wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Ihr müsst dazu nicht Mitglied von Mother Hood e.V. sein.

Wann und wo:

Montag, 30.5.2016, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung) – dann können wir besser planen.


Themen:

Wir tauschen uns über die politische Lage und Neuigkeiten zur Versorgung von Familien während Schwangerschaft, Geburt und dem 1. Lebensjahr aus und schauen, wie wir uns in bundesweite Projekte des Vereins einbringen können.

Themenwünsche oder Fragen: Schreibt uns gerne an ak.elternprotest.dus@gmail.com


Weitere Infos über Mother Hood e.V. und unsere Arbeit findet Ihr unter www.mother-hood.de

Infos und Schnäppchen: Unser Infostand auf dem Geburtshauströdel am 21. Mai 2016

Trödel

Das Geburtshaus lädt am Samstag zum großen Kindersachentrödel auf dem Schillerplatz ein und natürlich sind auch wir wieder mit einem Infostand dabei.

Wann: Samstag, 21. Mai 2016, 10-14 Uhr
Wo: auf dem Schillerplatz (Achenbach-/Ecke Schillerstraße)

Kommt vorbei, informiert Euch. Mit im Gepäck haben wir die aktuelle Kasseler Erklärung des Netzwerks für Geburtskultur und eine Petition an den Hessischen Landtag (die bundesweit gezeichnet werden kann). Und wenn Ihr Gelegenheit habt, unsere Flyer auszulegen, nehmt Euch gerne einen Stapel mit!

Wir sehen uns am Samstag!

 

Elternprotest-Stammtisch im April

Stammtisch_April-klein

Die Regionalgruppe Düsseldorf und Umgebung von Mother Hood e.V. trifft sich einmal im Monat zum Stammtisch. Dabei tauschen wir uns über die politische Lage und Neuigkeiten zur Versorgung von Familien während Schwangerschaft, Geburt und dem 1. Lebensjahr aus. Wir planen Aktionen und schauen, wie wir uns in bundesweite Projekte des Vereins einbringen können. Wenn Ihr Euch mit uns engagieren wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Ihr müsst dazu nicht Mitglied von Mother Hood e.V. sein.

Unser nächstes Treffen:

Dienstag, 05.04.2016, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung) – dann können wir besser planen.


Themen:

  • Wollen wir eine Aktion zum Welthebammentag am 5. Mai machen (Feiertag Christi Himmelfahrt)?
  • Infostand auf dem Geburtshaus-Trödel am Schillerplatz (21. Mai)

Themenwünsche oder Fragen: Schreibt uns gerne!


Weitere Infos über Mother Hood e.V. und unsere Arbeit findet Ihr unter www.mother-hood.de

Filmgespräch: Wie steht es um Geburtskultur und Hebammensituation in Düsseldorf

Einsame Geburt Hebammen Düsseldorf

Gemeinsam mit der Hebammenzentrale und dem Geburtshaus Düsseldorf laden wir Dich herzlich zur Düsseldorfpremiere von Nadine Peschels Film „Einsame Geburt – Hebammen in Not“ ein. Anschließend diskutieren wir mit Hebammen, Müttern und dem Publikum über Geburtskultur und die aktuelle Versorgungssituation von Schwangeren und frischgebackenen Eltern in Düsseldorf.

Wann: Sonntag, 6. März – 15 bis 17 Uhr
Wo: Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47

Die Teilnahme ist kostenlos!

Folge der Veranstaltung auf Facebook: Filmgespräch „Einsame Geburt – Hebammen in Not“

Komm auch zum March of Roses, um 12 Uhr auf dem Burgplatz! Weil jede Frau unter der Geburt eine würdevolle Behandlung verdient.

 

Tabubruch: March of Roses thematisiert Missstände im Kreißsaal

March_of_Roses

Am Sonntag, 6. März lädt Mother Hood e.V. in einem Bündnis aus Eltern, Hebammen und Geburtshelfern zum „March of Roses“ gegen Geringschätzung und Gewalt während der Geburt ein. Start ist 12 Uhr auf dem Düsseldorfer Burgplatz.

Die Rose als Symbol des Protestmarsches steht für die Würde, Schönheit und Verletzlichkeit der Frau. Aus diesem Grund sollen die TeilnehmerInnen Rosen aus Stoff, Papier oder echte Rosen mitbringen.

http://www.mother-hood.de/aktuelles/aktionen-veranstaltungen.html

In Deutschland erleben viele Frauen problematische oder sogar traumatisierende Geburten, die auf Missstände in der Geburtshilfe zurückzuführen sind. „Wir möchten mit den Protestmärschen auf diese Missstände aufmerksam machen“, sagt Dr. Katharina Hartmann, Vorstand der Bundeselterninitiative Mother Hood e. V. und Koordinatorin des March of Roses in Deutschland. „Denn Veränderung beginnt mit der Wahrnehmung des Problems.“

Als Teil des auch in anderen Ländern stattfindenden „March of Roses“ fordern Eltern einen würdevollen und wertschätzenden Umgang in der Geburtshilfe, der die Bedürfnisse von Mutter und Kind stärker berücksichtigt.

WHO und Eltern schlagen Alarm: Immer mehr Frauen berichten von schlimmen Geburten

Aufgezwungene oder ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommene medizinische Eingriffe, unnötige Behandlungen, Demütigungen und Beleidigungen gehören laut WHO genauso zum Alltag in Kliniken, wie vermeidbare Geburtsverletzungen und medizinisch unnötige Kaiserschnittentbindungen.

Bei den Missständen handelt es sich nicht etwa um eine Randerscheinung. Vielmehr zeigt zum Beispiel die auch in Deutschland jährlich am 25. November stattfindende Kampagne „Roses Revolution“, dass Frauen während der Geburt viel zu oft keine respektvolle und umsichtige Betreuung erleben.

„Geburten sollten für die Familien eine freudige Erfahrung sein“, sagt Hartmann.

„Stattdessen berichten viele Frauen, dass sie unter der Geburt allein gelassen wurden, ihre Entscheidung nicht respektiert und über ihren Kopf hinweg entschieden wurde“, berichtet Anne Jandt von Geburt e.V. und fordert: „In einem der reichsten Länder der Erde, mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, sollte es möglich sein, dass das Ziel einer Geburt mehr ist als ein lebendes Kind und eine lebende Mutter. Eine gute Geburt sollte ein stärkendes Erlebnis sein, aus dem Mutter und Kind an Leib und Seele möglichst unverletzt hervorgehen. Das muss unser Ziel sein!“

#ausnahmslos #6march

Die Veranstaltung auf Facebook: https://m.facebook.com/events/1711340679136531

Elternprotest-Stammtisch im Februar

Stammtisch_februar1

Wir treffen uns am Montag, 29.02.2016, um 19.30 Uhr bei
Anadolu am Hauptbahnhof,
Konrad-Adenauer-Platz 13,
40210 Düsseldorf
(aus dem Bahnhof kommend nach links gehen, nach ca. 3 Minuten seid Ihr da)

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn möglich, schreibt uns kurz ob Ihr kommt an ak.elternprotest.dus@gmail.com oder sagt auf Facebook zu (Link zur Veranstaltung) – dann können wir besser planen.


Themen:

  • Infos über den Verein Mother Hood e.V. und wie Ihr Euch engagieren könnt
  • March of Roses am 6. März
  • Einladung zum Filmgespräch am 6. März zum Film „Einsame Geburt – Hebammen in Not“

Themenwünsche oder Fragen: Schreibt uns gerne!


Hintergrund:

Die Situation der Geburtshilfe verschlechtert sich in ganz Deutschland:

Wir Eltern wehren uns gegen diese Entwicklung. Wir fordern eine sichere und menschliche Geburtshilfe. Wenn Du mehr tun möchtest, als nur klicken und liken – komm vorbei!


Wir wollen:

  • Uns kennenlernen und vernetzen
  • Euch über den aktuellen Stand und Neues aus dem Verein Mother Hood informieren
  • Ideen für zukünftige Aktionen sammeln und besprechen

Der nächste Stammtisch wird wegen der Osterfeiertage im April stattfinden.
Wir treffen uns an wechselnden Wochentagen (Montag bis Donnerstag) immer in Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs.

Kasseler Erklärung: Eltern fordern Mitbestimmung und Reform der Geburtskultur

Kasseler Erklärung Geburtskultur 2015

Aus medizinischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit für die in Deutschland bestehenden hohen Frühgeburten-, Interventions- und Kaiserschnittraten. Eine angstfreie Schwangerschaft, eine natürliche Geburt mit einer zurückhaltenden Geburtshilfe und eine intensive Betreuung im Wochenbett sind immer seltener die Regel. Eltern, als weitaus größte Interessensgruppe in diesem Konflikt und auch als Treuhänder der Rechte ihrer Kinder, erheben nun ihre Stimme und fordern ihre Rechte ein!

Die Umsetzung der Menschenrechte im Umfeld der Geburt wird in Deutschland immer weiter erschwert und vielerorts kann nicht einmal mehr eine adäquate Gesundheitsversorgung werdender und junger Mütter gewährleistet werden. In Kassel versammelten sich am Samstag, dem 10. Oktober 2015 VertreterInnen von zahlreichen Elterninitiativen und Vereinen und engagierte Einzelpersonen aus der gesamten Bundesrepublik zu einem zweiten Treffen des Netzwerks der Elterninitiativen für Geburtskultur. In der Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur vom 10. Oktober 2015 verlangen Eltern ein Mandat zur Mitbestimmung und fordern einen Perspektivwechsel hin zu Menschlichkeit in der Geburtshilfe.

Die Erklärung wurde gemeinsam von 27 Organisationen, darunter auch Mother Hood e.V., und zahlreichen engagierten Einzelpersonen verfasst und erstunterzeichnet.

Zum Dokument: Kasseler Erklärung zur Reform der Geburtskultur (PDF)